Samstag, 6. August 2016

[Rezension] Paris, du und ich - Adriana Popescu

Preis: 14,99€ [D] 
Verlag: cbj
Seiten: 350
Bewertung: 8/10
Kaufen könnt ihr es hier. 
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Klappentext: 
Romantik pur hatte sie geplant – eine Woche Paris bei ihrem chéri Alain. Doch angekommen in der Stadt der Liebe, muss die sechzehnjährige Emma feststellen, dass Alains »Emma« inzwischen »Chloé« heißt und sie selbst nun dumm dasteht: ohne Bleibe, ohne Kohle, aber mit gnadenlos gebrochenem Herzen. Ähnlich down ist Vincent, dem kurz vor der romantischen Parisreise die Freundin abhanden gekommen ist, und den Emma zufällig in einem Bistro trifft. Zwei Cafés au lait später schließen die beiden Verlassenen einen Pakt: Sich NIE wieder so heftig zu verlieben. Und nehmen sich vor, trotz allem diese alberne Stadt der Verliebten unsicher zu machen, allerdings auf ihre Art. Paris für Entliebte – mit Chillen auf Parkbänken, Karussellfahren auf alten Jahrmärkten, stöbern in schrägen Kostümläden. Doch ob das klappt: sich in der Stadt der Liebe NICHT zu verlieben? (Quelle: randomhouse.de) 

Zitate:
"'Versprochen! An meinem Herz hängt sowieso ein Außer Betrieb-Schild'. (...) In dringenden Angelegenheiten wenden Sie sich bitte an die Leber, die Lunge und das Gehirn! - so würde die Abwesenheitsnotiz klingen." S.62

"Sei bitte niemals eine graue Taube, Emma. (...) Ich finde, du bist geboren, um ein Pink Flamingo zu sein." S.153

Weitere und eine Playlist findet ihr hier.

Meine Meinung:
"Paris, du und ich" war mein erstes Buch von Adriana Popescu. 
Ich habe mich sehr darauf gefreut und auf den Erscheinungstermin hingefiebert, da ich schon in das Vergnügen gekommen bin, sie zusammen mit Anne Freytag auf der Buchmesse zu erleben. Und das ist jedes Mal ein Erlebnis. Ich sag's euch.

Das Buch beginnt mit einem kurzem Abschnitt von Emma und Alain und dem darauf folgenden Entschluss von Emma, diesen in Paris zu besuchen und damit zu überraschen. Emmas Vorfreude, Pläne und Vorstellungen von ihrem Aufenthalt in Paris mit Alain zerplatzen allerdings noch am ersten Tag, als sie bei diesem klingelt und Chloé vor ihr steht. So landet sie in einem Hostel und versinkt zusammen mit einem Vorrat an Snickers im Selbstmitleid. Irgendwann traut sie sich jedoch doch wieder nach draußen und trifft dort auf Vincent. Vincent Elfer. Einem Pink Flamingo.

Vincent hat mir sehr gut gefallen. Er ist wirklich ein ganz besonderer Herzenscharakter und mir gefällt die Botschaft, die Adriana Popescu mit ihm vermittelt. Dass es okay ist, anders zu sein. Dass man genau so, oder gerade deswegen, liebenswert ist. Auch Jean Luc ist so ein einzigartiger Charakter. 
Emma hingegen war mir manchmal etwas zu glatt und erwähnte mir ihre Lieblingsautoren zu oft. Doch von ihrem Traum, Schriftstellerin zu werden, kann man etwas für seine eigene Zukunft mitnehmen, was mir positiv aufgefallen ist.

"Paris, du und ich" ist aber vor allem deshalb so besonders, weil es einen mit nach Paris mitnimmt. Literally. Spätestens mit dem Beenden des Buches ist das Fernweh geweckt. Die Beschreibungen von der Stadt und seinen sehenswerten Plätzen, auch abseits der Touri-Attraktionen, haben einen ganz eigenen Charme. Man fühlt sich fast wie ein Einheimischer oder zumindest so, als werde man von einem solchen durch Paris geführt.
A
uch wenn die Themen nicht immer heiter sind, macht das Buch insgesamt einfach Spaß!

Fazit:
"Paris, du und ich" ist mehr als ein leichter Sommerroman: Eine Hommage an Paris, das Anderssein und das Glauben an eigene Träume.
Die Charaktere sind einzigartig und die Beschreibungen von Paris, zusammen mit französischen Kapitelüberschriften, vermitteln ein ganz besonderes Flair. Einzig an der Protagonistin Emma hatte ich ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln.



8/10

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